Arnaldo de Melo lebt und arbeitet in São Paulo.

Der Bildende Künstler besuchte die Hochschule der Künste Berlin (heute Universität der Künste) mit einem Stipendium des DAAD, er setzte den Fokus seines Studiums auf Malerei unter Anleitung von Karl-Horst Hödicke (1987-1990).

 

Zuvor (1984-1985) lebte er in New York, wo er im Bereich der Malerei arbeitete. Zwischen 1979 und 1994 nahm er an Einzel- und Gruppenausstellungen in São Paulo, Rio de Janeiro, Belo Horizonte, Brasília und Berlin teil.

Von 1991 bis 1994 arbeitete er als Grafikdesigner am Institut Itaú Cultural. Seit 1995 arbeitet er in diesem Bereich an grafischen Projekten und der Gestaltung von Buchumschlägen für Publikationen der Verlage Edusp, Ateliê Editorial, Hucitec und Annablume.

Von 1995 bis 2005 arbeitete er als künstlerischer Leiter für Theater und Performance. Er entwickelte Installationen und grafische Einheiten für Performances, die von Renato Cohen geleitet wurden: Vitória sobre o sol (1995), vorgeführt im Centro Cultural São Paulo (ausgezeichnet mit dem Prêmio Estímulo des Kultursekretariats des Bundesstaates São Paulo); Máquina futurista (1996), im Itaú Cultural (als Teil der Veranstaltung Kunst und Technologie) und Ka (1998), im Museu da Cidade in Campinas (mit Studierenden des Kunstinstituts der Universität Unicamp). 2005 war er künstlerischer Leiter des Stücks Comendador Peçanha der Gruppe Zaum, einer Performance, die in der Bibliothek Mário de Andrade vorgeführt wurde und von Cássio Santiago, Elisa Band und Cristine Perón geleitet wurde.

2006 schloss er sein Architek-turstudium an der Escola da Cidade in São Paulo ab. Gleich darauf folgte ein Promotionsstudium in Geschichte und Grundlagen der Architektur und des Urbanismus an der FAU-USP. 2014 reichte er seine Dissertation Cidade&Saúde [Stadt&Gesundheit] ein, in der er die Geschichte der modernen Urbanistik bis in die Aktualität nachverfolgt und eine kritische Analyse zum Projekt Nova Luz der Stadt São Paulo entwickelt. Von 2007 bis 2013 nahm er an der Forschungsgruppe Von der modernen zur postmodernen Gesellschaft (CNPq-FAU/USP) teil.

Von 2007 bis 2014 engagierte er sich in sozialen Bewegungen zu Wohnrecht in São Paulo und weitete dann seine Arbeit als aktivistischer Architekt auf andere soziale Bewegungen aus. Im September 2014 nahm er am Symposium zu Direito à Cidade [Recht auf Stadt]der 31. Biennale in São Paulo teil.

2014 wendete er sich erneut der Malerei zu und begann nach dem Abschluss der Promotion und der Teilnahme an der Ausstellung A Arte que Permanece [Die Kunst, die bleibt] der Sammlung Chagas Freitas unter Kuratorium von Tereza de Arruda eine Reihe von Installationen. Im darauffolgenden Jahr wurde ihm für das Projekt Círculos Urbanos [Urbane Kreise] der Preis ProAC der Regierung des Bundesstaats São Paulo verliehen. Im Rahmen des Künstlerresidenzprogrammes des Phosphorus vereinte er Aktivitäten mit Malerei und Installationen, woraus dann eine Ausstellung unter Kuratorium von Nelson Brissac Peixoto hervorging. Im gleichen Jahr wurde er Teil der von der galerie Galerie Sé in São Paulo repräsentierten Kü Katalogvorstellung von Tereza de Arruda.

 

Ausgewählte Ausstellungen


einzelausstellungen

 

  • West-Berlin 1987-1990: Arbeiten auf Papier, Galerie Sé, São Paulo, 2017

  • Círculos urbanos [Urbane Kreise], Phosphorus, São Paulo, 2016

  • Palácio das Artes, Belo Horizonte, 1994

  • Centro Cultural São Paulo, Fundação Bienal, São Paulo, 1992

  • Museu de Arte Contemporânea – MAC/USP, São Paulo, 1992

  • Galerie Roepke, Berlin, 1990

  •  

 

gruppenausstellungen

 

  • Sé, São Paulo, 2017

  • Arte que permanece – Coleção Chagas Freitas [Die Kunst, die bleibt – Sammlung Chagas Freitas], Museu Nacional dos Correios, Brasília und Centro Cultural dos Correios, Rio de Janeiro, 2014

  • Selecionados do Centro Cultural São Paulo [Ausgewählte Künstler des Kulturzentrums São Paulo], MASP, São Paulo, 1991

  • 18. Freie Berliner Kunstaus-stellung, Messehallen am Funkturm, Berlin, 1988

  • Salão Nacional de Arte, FUNARTE, Rio de Janeiro, 1980

  • Salão de Arte do Centro-Oeste, FUNARTE, Brasília, 1979

  • nstler, wo er 2017 die Ausstellung West-Berlin 1987-1990 durchführt, unter Kuratorium und mit

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